Was ist das eigentlich?

Heute ist die wohltuende Wirkung des Reitens hochgeschätzt. Wenn man diesen Effekt zur Verbesserung und Linderung psychosozialer Probleme und Störungen sowie bei der Behandlung körperlicher Behinderungen einsetzt, dann spricht das Deutsche Kuratorium für Therapeutisches Reiten ganz allgemein von Therapeutischem Reiten

Dabei wird das Pferd auch präventiv zur motorischen und pädagogischen Förderung von Kindern an Kindergärten und Schulen eingesetzt.

Beim Therapeutischen Reiten steht die Heilung und Förderung der geistigen, sozialen und körperlichen Entwicklung im Vordergrund. Der Erwerb reiterlicher Grundkenntnisse ist zweitrangig.

Das Therapeutische Reiten umfasst folgende Fachbereiche:  

Hippotherapie (ärztlich verordnete Fachbehandlung), durchgeführt von Physiotherapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung

Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd, durchgeführt von Pädagogen oder Psychologen mit entsprechender Zusatzausbildung

Ergotherapeutische Behandlung mit dem Pferd, durchgeführt von speziell ausgebildeten Ergotherapeuten

Reiten als Sport für Menschen mit Behinderungen ergänzt als paralleler Ansatz die oben genannten Fachbereiche. Die Reiterei gehört dabei zu den wenigen Sportarten, die Menschen mit Behinderungen und Nichtbehinderte zusammen ausüben können.