Online-Fachseminar: Vom Angstabbau zum Beziehungsaufbau am 24.09.2022

50,00 70,00 

Möglichkeiten und Grenzen der reitpädagogischen Arbeit mit Menschen die an einer Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis erkrankt sind.

  • Anerkannt mit 2 DKThR-Fortbildungspunkten

Termine
Samstag, 24. September 2022

Von 10.00 bis 16.30 Uhr 

Referentin: Regina Schnorbach
Im virtuellen Seminarraum
Maximale Teilnehmerzahl: 15
Pro Teilnehmer nur 1 Ticket erhältlich
Anmeldeschluss: 24.08.2022

Kosten
50,00 € für Mitglieder DKThR
63,00 € € für Persönliche Mitglieder der FN
70,00 € für Nichtmitglieder

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Artikelnummer: 2022-FACH-36 Kategorie:

Beschreibung

Inhalt
Eine Psychose ist ein außergewöhnlicher Geisteszustand, der geprägt ist durch Wahnerleben und veränderte Wahrnehmung, beziehungsweise Interpretation der Realität. Damit verbunden ist häufig ein durch Ängste  ausgelöster sozialer Rückzug. So sind zum Beispiel mangelndes Grundvertrauen und Selbstunsicherheit Merkmale der psychotischen Problematik. Hier kann das relativ leicht einzuschätzende Pferd (im Vergleich um Menschen) unterstützend wirken. Im pädagogisch angeleiteten Umgang mit ihm, können die Klienten sich selbst erfahren und eigene Ressourcen entdecken. Die Regulierung von Nähe und Distanz, die Überprüfung diffuser Ängste und Befürchtungen auf ihren Wirklichkeitswert oder das Erlernen einer kongruenten Kommunikation sind Themen, die im Umgang mit dem Pferd, erarbeitet werden können. Die  Entwicklungspsychologie führt das Entstehen einer Psychose auf eine Störung in der frühkindlichen Entwicklung zurück (Mahler, Spitz et.al.). Betrachtet man die mittlerweile gut belegte Tatsache, dass das Getragenwerden und die nonverbale Auseinandersetzung mit dem Pferd, emotionale Assoziationen zu den frühen Kindheitserfahrungen hervorruft, wird verständlich, weshalb gerade hier ein Spannungsfeld, aber auch ein Entwicklungsfeld für psychotische Klienten liegen kann. Die fördernde Begleitung, der oft durch Übertragungen geprägten, Beziehungserfahrungen mit dem Pferd, kann helfen, unzureichende oder schädigende Bindungserfahrungen heilend zu überwachsen. Sie bewirken eine Stimmungsaufhellung und die Kontakt und Kommunikationsbereitschaft steigt. Durch diese nährenden Beziehungserfahrungen, lassen sich die Anforderungen des Alltags, unter der Belastung der psychischen Krankheit, und sogar Krisen besser bewältigen.

Inhalte:

  • kurze Vorstellungsrunde
  • Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis Begriffsklärung (Power-Point)
  • Wirkweise des Pferdes in Bezug auf die spezielle psychotische Problematik (gemeinsames erarbeiten)
  • Eisbrecher & Kontakt als elementares psychisches Grundbedürfnis
  • Angstabbau
  • Kongruente Kommunikation
  • Übertragungen, erkennen und begleiten
  • Möglichkeiten der Arbeit (Power-Point)
  • Förderliche Arbeitsweisen und Beziehungsklippen (Power-Point)
  • Ausklang

Intention des Seminars
Das Online-Fachseminar richtet sich an Reit und Voltigierpädagogen sowie Fachkräfte aus der (heil)pädagogischen Förderung mit dem Pferd.

Im virtuellen Seminarraum

Referentin
Regina Schnorbach
Dipl.-Soz.päd., Reitpädagogin (DKThR). Seit 1990 in der Köln-Ring gGmbH in der Arbeit mit chronisch psychisch kranken oder behinderten Erwachsenen tätig. Seit 2000 Mutter und Kind Reiten für psychisch erkrankte Elternteile, die mit ihren Kindern im Frau und Kind Haus der Köln-Ring gGmbH wohnen.