Die Dokumentation und der Nachweis zur Wirksamkeit der pferdgestützten Therapie sind nach wie vor nicht evidenzbasiert möglich. Die vielfältigen Wirkfaktoren der pferdgestützten
Therapie hängen dabei nicht nur von den therapeutischen Inhalten und Maßnahmen ab, sondern sind auch durch die Variablen Pferd und Therapeut entscheidend geprägt. Dieses Konstrukt von Pferd, Therapeut und Patient / Klient gilt es jedoch auch im Rahmen einer validen Dokumentation und im Rahmen wissenschaftlicher Evaluationen greifbar und nachvollziehbar zu machen.
Insbesondere die Auswirkungen der Therapie müssen objektiv, zuverlässig und valide erhoben werden können. Dank nationaler sowie internationaler Bestrebungen (u.a. Gomolla 2009; Romanczuk-Seiferth & Schwitzer 2019; Vermöhlen et al. 2017; Pohl, Carlsson, Bunketorp-Käll, Nilsson & Blomstrand 2018) konnte die Untersuchung reittherapeutischer Maßnahmen im medizinischen, psychologischen und pädagogischen Fachdiskurs in den vergangenen Jahren zunehmend an Professionalität gewinnen. Die Zahl an wissenschaftlichen Untersuchungen
mit hochwertigen Forschungsdesigns nahm erfreulich zu (z.B. Deutz et al. 2018; Gabriels, Pan, Dechant, Agnew & Mesibov 2015; Trzmiel, Purandare, Michalak, Zasadzka & Pawlaczyk 2019). Dennoch fehlt es an praktikablen und validen Instrumenten, die Wirkungen nachzuweisen und diese für interne wie externe Zwecke zu dokumentieren.

Die von der Imhoff Stiftung, der Kämpgen-Stiftung und der Marga und Walter Boll-Stiftung geförderte Studie „Entwicklung und Erprobung eines standardisierten und modularisierten
Dokumentations- und Erhebungsinstruments zur Verlaufsbeurteilung in der therapeutischen Arbeit mit dem Pferd“ – PED wird vom September 2019 bis August 2021 durchgeführt. Die vom Forschungsinstitut für Inklusion und Bewegung und Sport (FIBS gGmbH) verantwortete Studie verfolgt das Ziel ein Instrument zu erarbeiten, welches zum einen in der therapeutischen Praxis
zur Dokumentation nutzbar ist und zum anderen in der Forschung als Erhebungsinstrument genutzt werden kann.

Die Entwicklung des PED-Instruments wird in Zusammenarbeit mit Experten aus den unterschiedlichen Bereichen des Therapeutischen Reitens sowie externen Wissenschaftlern, inhaltsbezogen im Rahmen von Fokusgruppen und Expertenrunden erfolgen. Dadurch werden relevante inhaltliche Bereiche der verschiedenen Therapieformen angemessen berücksichtigt und verschiedene
Perspektiven einbezogen. Um dabei eine enge Praxis-Theorie-Verzahnung zu erreichen, wird das modular geplante PED-Instrument an drei Partnerstandorten entwickelt und erprobt: am Pferdesport- und Reittherapiezentrum (PRZ) der Gold-Kraemer-Stiftung in Frechen, am Zentrum für Therapeutisches Reiten der Imhoff Stiftung in Köln und am Zentrum für Therapeutisches Reiten Johannisberg e.V. in Windhagen. An diesen Standorten erfolgt zudem die Erprobung und Modifizierung des Instrumentes sowie die Überprüfung der Gütekriterien.

Die PED-Studie wird in enger Kooperation mit dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten (DKThR) durchgeführt und von diesem unterstützt. Bei Interesse und Fragen zur Studie, wenden Sie sich gerne an Frau Isabel Stolz vom Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport.

Kontakt: Isabel Stolz
E-Mail
Tel.: 02234 93303 734

Das Forschungsinstitut für Inklusion durch Bewegung und Sport ist ein AN-Institut der Sporthochschule Köln und in Trägerschaft der Gold-Kraemer-Stiftung, der Deutschen Sporthochschule Köln und der Lebenshilfe NRW.

Quelle: DKThR-Zeitschrift für Therapeutisches Reiten, Ausgabe 3/2019, Seite 13

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