Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu. Es hat uns zahlreiche Herausforderungen gebracht. Aber es lässt uns auch besinnen, was „50 Jahre-DKThR“ in 2020 ausmachen.
Dazu begeben wir uns auf eine kleine Sketchnote-Reise zu den „großen Köpfen“ unseres Verbands.

Erstellt hat die Notes die DKThR-Lehrbeauftragte Ute Fingerle. Seit Jahren begeistert und bereichert sie uns mit ihrer Gabe, Inhalte zu visualisieren und grafisch auf den Punkt zu bringen.
Herzlichen Dank dafür.

Die erste Kerze ist dem Bergisch-Gladbacher Mediziner für medizinische Psychotherapie, Psychoanalytiker und Amateurreitlehrer Prof. Dr. Carl Klüwer gewidmet. Er zählt zu den Initiatoren des Therapeutischen Reitens in der Bundesrepublik nach dem zweiten Weltkrieg und gehört zu den “Urgesteinen” des DKThR.

Mit der zweiten Kerze möchten wir Dr. Reiner Klimke würdigen. Kaum vorstellbar, aber Dr. Klimke, eine der erfolgreichsten Persönlichkeiten der deutschen Sportgeschichte, teilte seine Trainingsstätte, die Reithalle des Reitervereins St. Georg in Münster, regelmäßig mit dem Therapeutischen Reiten.
Einmal in der Woche kam eine Gruppe verhaltensauffälliger Kinder unter der Leitung von Antonius Kröger zum heilpädagogischen Voltigieren. Dr. Klimke war so begeistert von dem was er beobachtete, dass er in einem Geleitwort zu der Veröffentlichung des Buches „Therapeutisches Reiten“ von Professor Wolfgang Heipertz alle Pferdefreunde dazu aufrief, das Kuratorium zu unterstützen.

Die dritte Kerze gilt Antonius Kröger. Er gilt als der „Vater” des heilpädagogischen Reitens und Voltigierens. Der ehemalige Sonderschulrektor war der Erste, der das Voltigieren in einer Schule für Erziehungshilfe in Münster einführte. Als erste Schulsportinitiative wurde auf sein Bestreben das heilpädagogische Voltigieren von der Schulbehörde anerkannt. Noch eine Premiere: zusammen mit Marlies und Bernhard Ringbeck war er der Erste, der Ende der 1970-er Jahre Weiterbildungskurse im heilpädagogischen Voltigieren und Reiten durchführte.
Im DKThR entstand unter Antonius Krögers Führung der „Arbeitskreis Heilpädagogisches Voltigieren/Reiten“. Im Laufe der Jahre entwickelte sich dieser Ansatz weiter fort und professionalisierte sich zu einem selbstständigen der Heilpädagogik zugeordnetem Verfahren. Heute sprechen wir von der heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd.
2007 interviewte Imke Urmoneit ihn zu den Entwicklung des Lehrgangswesens in der heilpädagogischen Förderung mit dem Pferd.

Mit der vierten Kerze möchten wir die Verdienste von Dr. med. Ingrid Strauß für den Verband würdigen. Wir stehen noch heute in regem Austausch mit ihr und schätzen ihre Eloquenz und ihre unaufhörliche Begeisterung für die Hippotherapie sehr. Neben ihrer ärztlichen Tätigkeit setzte sie sich schon in den frühen 1970er Jahren aktiv für das Therapeutische Reiten, konkret für die Hippotherapie, in Theorie und Praxis ein. Sie baute den bekannten „Straußenhof“ in Waakirchen (Oberbayern) als Zentrum für Therapeutisches Reiten aus, gründete den Verein
„Therapeutisches Reiten Oberland“ und prägte ab 1976 die Entwicklung des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten durch ihre jahrelange Vorstandsarbeit; von 1988 bis 1992 als Vorsitzende.

Auf unserer kleinen Sketchnote-Reise zu den „großen Köpfen“ unseres Verbands gelangen wir am Heiligabend zum „reitenden Pfarrer“ nach Nieder-Moos in den Vogelsberg. Gottfried von Dietze gilt als einer der Pioniere des Therapeutischen Reitens in Deutschland. Er gehörte zu den Gründungspräsidenten unseres Verbands und war dessen erster Vorsitzender. In der Regel trug der im Krieg schwer verwundete Mann unter dem Talar Reitstiefel. Auf der Kanzel hatte er sich einen Sattel einbauen lassen, um sich beim Stehen abstützen zu können. In den Gemeinden, die er zu betreuen hatte, kam der Seelsorger zum Gottesdienst oftmals geritten.
Mit großer Kreativität und Spezialwissen entwickelte Pfarrer von Dietze Kompensatorische Hilfsmittel für Reiter mit Handicap.
Bis ins hohe Alter blieb Pfarrer Gottfried von Dietze dem Deutschen Kuratorium für Therapeutisches Reiten eng verbunden.

Wir wünschen Ihnen besinnliche Weihnachtstage,
Gesundheit, Zufriedenheit und Zuversicht
für das neue Jahr 2021.

Ihr DKThR

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