Heiner Lehrter wird Deutscher Meister

Was für ein Wetter – es regnete lange und heftig in Lauchheim, wo sich die Para-Gespannfahrer, alle Pony-Fahrer und die Einspänner-Pferde zu ihren Deutschen Meisterschaften (15. bis 18. Juli) trafen. Für die Para-Gespannfahrer war es nach 2006 und 2010 die dritte DM beim PSV Schloß Kapfenburg und man musste dem rührigen Verein bescheinigen, dass hier in den letzten Jahren ein modernes, hochklassiges Fahrsportgelände entstanden ist.

Zwar war es der Traum von Felix Auracher, hier wieder ein großes Fahrturnier auszurichten, doch leider erlebte er es nicht mehr. Aber er wäre mit Recht stolz gewesen, auf die ganze Familie Brauchle und seinen Sohn Peter, die es mit diesen vielen, so unglaublich fleißigen Vereinsmitgliedern im Rücken gewagt haben, ein Turnier mit rund 100 Startern durchzuführen!

Sehr gespannt waren dann aber alle auf den Leistungsstand der Teams, bei den wenigen Vorbereitungsturnieren, die im zweiten Corona-Jahr ausgefahren werden konnten und zwei bevorstehenden Weltmeisterschaften, der der Ponyfahrer im September, der der Para-Fahrer Anfang August in Schildau/Sachsen.

Bereits Donnerstag fand für die Para-Fahrer die erste Teilprüfung Dressur statt und, wie bei den Regelsportlern, waren auch hier einige mit zwei Ponys angetreten. Zu Beginn im Sonnenschein, aber bei den späteren Startern im strömenden Regen, zeigten alle sehr ansehnliche Dressuren. Die ersten vier Plätze machten zwei Doppelstarter unter sich aus: Rang 1 und 3 – Heiner Lehrter vom RV Ibbenbüren mit Mastro´s Nero und Dashwood, Rang 2 und 4 – Patricia Großerichter (FC Zwölf Eichen Stemwede) mit Dornik Star und Gentle Man. Auf Rang 5 folgte Ivonne Hellenbrand mit ihrem Haflinger Anderson.

Auch am Freitag besserte sich das Wetter nicht wesentlich, die Böden wurden tief und anspruchsvoll, blieben aber zu jeder Zeit gut zu befahren und so war eigentlich jeder mit der Situation zufrieden und dachte mit großem Mitgefühl an diejenigen, die von der Flutkatastrophe so furchtbar getroffen wurden.

Leider gab es am Samstag auch noch Nebel, bei Sichtweiten unter 30 Meter wurde es in den sechs Hindernissen spannend. Aber weder die vielen Zuschauer, noch die Pferde und die Aktiven ließen sich vom Wetter beirren! Mit vier Hindernisbestzeiten legte Alexandra Röder vom RV Rheinische Höhen mit ihrem Florentino S ein beeindruckendes Ergebnis vor, knapp dahinter Birgit Bornhövd aus Bremervörde mit Steverheides Diagon, auf Rang 3 ebenfalls eine Amazone, Ivonne Hellenbrand vom RFV Mainz Gonsenheim. Bei Heiner Lehrter hatte in dieser Prüfung Dashwood die Nase vorn (Platz 4) und auf Platz 5 rangierte Ernst Bötte vom RFV An der Donau Rollhausen mit Cinzano.

Und Sonntag, zur letzten Teilprüfung Kegelfahren, lag endlich Sonnenschein über dem wunderschönen Turniergelände und dem anspruchsvollen Kegelparcours. Zuerst die Doppelstarter, dann in der umgekehrten Reihenfolge der bisherigen Platzierung, machten es die Teams lange nicht so spannend wie erwartet – nahezu jeder konnte seinen Platz in der kombinierten Wertung halten. Beeindruckend die wenigen Abwürfe, die guten Zeiten! 0,0 stand am Ende bei Heiner Lehrter auf der Anzeigentafel, mit Dashwood sicherte er sich diese Prüfung und damit den Titel Deutscher Meister! Mit 1,01 Fehlerpunkten kam Ivone Hellenbrand auf Platz 2, Ernst Bötte mit 2,97 Punkten auf Rang 3. Genau einen Abwurf und damit 3 Fehlerpunkte erlaubte sich Lehrter mit Mastro´s Nero, ebenso wie Alexandra Röder, die damit ihren Titel als Deutsche Vizemeisterin verteidigte. Dritte in der Runde wurde Vorjahresmeisterin Ivonne Hellenbrand.

Text: Jutta Lehmeyer
Pressesprecherin der IG Fahren für Menschen mit Behinderung e.V.

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