Foto: Petra Tänzer

Berufsspezifische Weiterbildung zum Hippotherapeuten (DKThR)

Die Hippotherapie ist eine physiotherapeutische Behandlungsmaßnahme auf neurophysiologischer Grundlage. Ziel ist die Verbesserung des Bewegungsablaufs durch ein optimales Zusammenspiel von zentralem sowie peripherem Nervensystem mit dem Stütz- und Bewegungsapparat. Sie wird von Physiotherapeuten/Ärzten mit der Zusatzqualifikation zum Hippotherapeuten (DKThR) auf Grund einer ärztlichen Verordnung durchgeführt.

Die Hippotherapie ist eine Einzelbehandlung. Das eingesetzte Therapiepferd wird von einem Assistenten am Langzügel geführt und die physiotherapeutische Behandlung vom Hippotherapeuten durchgeführt. Gegebenenfalls unterstützen ein oder mehrere Assistenten den Hippotherapeuten bei der Sicherung des Patienten auf dem Pferd und beim Transfer. Behandelt werden mit der Hippotherapie hauptsächlich neurologische Symptome und bestimmte Erkrankungen und Schädigungen des Zentralnervensystems und des Stütz- und Bewegungsapparates. Weiterhin kann die Hippotherapie bei orthopädischen Problemstellungen effektiv eingesetzt werden.

Der Hippotherapeut macht sich durch den medizinischen Einsatz des Pferdes die besonders wertvollen dreidimensionalen Schwingungsimpulse des Pferderückens sowie die Zentrifugal-, Beschleunigungs- und Bremskräfte zu Nutze, die auf den Patienten einwirken. Die Hippotherapie bietet dabei wie keine andere Behandlungsmethode Menschen mit unterschiedlichsten neurologischen Bewegungsstörungen und dadurch gestörter oder verloren gegangener Gehfähigkeit, eine harmonische Fortbewegung im Raum in einem komplexen, gangphysiologisch ablaufenden Bewegungsmuster.

Die Hippotherapie kann auch zu Maßnahmen der Prävention oder Rehabilitation bei Patienten eingesetzt werden.