Foto: Jörg Sarbach

Berufsspezifische Weiterbildung für Ergotherapeuten

Ziel der Ergotherapie ist, Menschen jeden Alters, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt oder davon bedroht sind, in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit in ihrer persönlichen Umwelt zu unterstützen. Der Mensch soll in seinem Alltag handlungsfähig werden und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Seine Lebensqualität soll verbessert werden.

In der „Ergotherapeutischen Behandlung mit dem Pferd“ werden Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Grundlage des sensomotorisch-perzeptiven, motorisch-funktionellen und psychisch-funktionellen Ansatzes unter Einbeziehung des Mediums Pferd behandelt. Der Einsatz des Pferdes unterstützt dabei die Zielsetzung der ergotherapeutischen Behandlung durch den entstehenden Bewegungsdialog mit dem Pferd, dem Beziehungsangebot Pferd-Therapeut-Klient und dem unmittelbaren Erfahrungsraum. Die Schwerpunkte liegen dabei in den Bereichen Sensorik, Motorik, Wahrnehmung und Verhalten.

Die Behandlung wird von einem ausgebildeten Ergotherapeuten mit einer Zusatzqualifikation in der Ergotherapeutischen Behandlung mit dem Pferd (DKThR) durchgeführt und erfolgt auf Grundlage einer ärztlichen Verordnung. Der Ergotherapeut arbeitet dabei eng mit den betreuenden Ärzten und anderem Fachpersonal zusammen.

Die Therapiemaßnahme wird in der Regel als Einzelbehandlung, bei Kindern auch in Kleingruppen, durchgeführt. Je nach Zielgruppe und Behandlungsansatz wird ein Assistent unter Anleitung des Ergotherapeuten eingesetzt.