Foto: Sarah Rauch

Pferdesport für Menschen mit Behinderungen

Der Reitsport für Menschen mit Behinderungen ist ein Fachbereich des Therapeutischen Reitens im weiteren Sinne. Im Vordergrund steht nicht die Therapie, sondern der Sport.

Der Reitsport gibt Menschen mit Behinderungen eine Perspektive zur sportlichen Betätigung. Diese Perspektive reicht von breitensportlichen bis zu leistungssportlichen Angeboten und der Ausübung einer paralympischen Disziplin oder führt Menschen mit einer geistigen Behinderung zum Beispiel zu den Special Olympics.

Mit der Inklusion hat die Bedeutung des Pferdesports für Menschen mit Behinderungen im Gesamtbild des Pferdesports stark zugenommen. Die Inklusion ist eine Pflichtaufgabe aller Sportverbände geworden. Hieraus ergeben sich für den Ausbilder wie für den Sportler mit Handicap weitaus mehr Möglichkeiten als je zuvor.

Seit 2006 ist Para-Equestrian achte Disziplin des Weltreiterverbands FEI und seit 2013 achte Disziplin des Deutschen Olympiade Komitees für Reiterei (DOKR/FN).

"Auf dem Pferd hat jeder Mensch vier gesunde Beine."

Pfarrer Gottfried von Dietze († 2012), Pferdefachmann und Wegbereiter des Therapeutischen Reitens in Deutschland.

Historie: Pfarrer Gottfried von Dietze gehörte 1970 zu den Gründungsmitgliedern des DKThR. Nach einer schweren Beinverletzung im 2. Weltkrieg begann von Dietze entgegen dem Rat seiner Ärzte wieder zu reiten, erlangte dadurch seine Gehfähigkeit zurück und entdeckte den therapeutischen Wert der Bewegungen des Pferdes für den menschlichen Körper.