Foto: K.C. Montgomery

Para-Reining

Reining (von engl. ‚reins' = Zügel) zählt zu den Westernreitdisziplinen und wurde im Jahr 2002 vom Weltreiterverband FEI in die Liste der offiziellen FEI Disziplinen aufgenommen. Die Ursprünge liegen in der Arbeitsreitweise des amerikanischen Westens.Für die tägliche Arbeit an den Rindern war das Pferd als Arbeitskamerad lebenswichtig. Es mußte bei einhändiger Zügelführung gehorsam und willig auf die Hilfen des Reiters reagieren, um die Rinder kontrollieren zu können. Die dabei notwendigen Stops und Wendungen haben sich im Laufe der Zeit zu eigenständigen Manövern verselbständigt, die den Reiz des modernen Reiningsport ausmachen. 

In 2014 öffnete sich diese Disziplin auch Reitern mit Behinderung.  Derzeit werden Wettbewerbe nach dem Regelwerk von World Para Reining (WPR) durchgeführt. Dies ist eine internationale non-profit Organisation mit Sitz in Pilot Point, Texas, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, zusammen mit den Reitern den Para Reining Sport (Reining für Menschen mit Behinderung)  zu entwickeln und eine FEI-Anerkennung dieser Disziplin vorzubereiten. 

Neben Trainingscamps der NRHA Germany e.V. mit fachlicher Begleitung des Deutschen Kuratoriums für Therapeutisches Reiten e.V. (DKThR) konnte sich die Disziplin erstmals im größeren Rahmen im Rahmen der Equitana in Essen 2015 beim ersten FEI Para-Equestrian Forum vorstellen. Die Teilnehmer waren sehr ambitioniert und 2016 vertraten erstmals Reiter aus Deutschland Para-Reining auf der ersten World Para Reining (WPR) International Championship in Oklahoma City, USA. 

Auch dieses Jahr arbeiten Deutsche Reiter daran sich für die anstehende WPR International Championship in Ermelo, Niederlande zu qualifizieren. Im Vordergrund stehen aber für alle das gemeinsame Lernen und vor allem der Spaß mit den Pferden.  

Grundlage für die Teilnahme am Para-Reining ist, wie in den anderen Para-Equestrian Disziplinen, der Sportgesundheitspass. 

Wer Interesse an dieser Disziplin hat, kann sich mit der Repräsentantin für  Para-Reining im Deutschen Olympiade Komitee (DOKR) Dr. Elinor Switzer in Verbindung setzen: elinor.switzer@yahoo.com.